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Institut für Theaterwissenschaft

Tatort: Dramaturgien eines Fernsehklassikers

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 14-16 (Beginn: 24.02.2011, Ende: 26.05.2011), 2 SWS, 5/6 ECTS-Punkte. Durchführungsort: Hauptgebäude, Raum 214.
Beschreibung: 

Sonntagabend, 20.15 Uhr: Millionen Menschen sitzen vor dem Fernseher. Die Krimiserie Tatort ist eine der meistgesehenen Sendungen im deutschsprachigen Raum und damit nicht nur äusserst populär, sie weist auch unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten analysierens- und diskutierens-werte Besonderheiten auf, weshalb gerade in jüngster Zeit einige Studien dazu erschienen sind. Einerseits können aufgrund der langen Laufzeit und Kontinuität (der erste Tatort wurde 1970 ausgestrahlt, seither folgten rund 770 weitere) bereits diachronische Vergleiche gezogen werden bezüglich medialer Ästhetiken, Schauspiel- und (fiktiv vermittelter) Kriminalpraktiken sowie sozialer Wirklichkeitskonstruktionen. Andererseits ist ein spezifisches Merkmal der Serie die personale und geographische Diversität mit ganz unterschiedlichen Kommissar/innen und ihren Teams in verschiedenen Städten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz, produziert von den jeweils zuständigen regionalen Fernsehanstalten für ARD.

Im Seminar soll dieser Fernsehklassiker aus theater- und kulturwissenschaftlicher Perspektive in den Fokus genommen werden, wobei es u.a. dramaturgische, medientheoretische, soziokulturelle und topographische Aspekte zu diskutieren und den Tatort auch innerhalb des Krimi-Genres zu verorten gilt.

Literatur: 

Augen-Blick. Marburger Hefte zur Medienwissenschaft. Heft 9: Tatort. Die Normalität als Abenteuer. Dez. 1990. Gräf, Dennis: Tatort. Ein populäres Medium als kultureller Speicher. Marburg 2010. Griem, Julika; Scholz, Sebastian (Hg.): Tatort Stadt. Mediale Topographien eines Fernsehklassikers. Frankfurt 2010. Tatort. In: http://www.daserste.de/tatort. Vogt, Jochen (Hg.): MedienMorde. Krimis intermedial. München 2005. Wenzel, Eike (Hg.): Ermittlungen in Sachen TATORT. Recherchen und Verhöre, Protokolle und Beweisfotos. Berlin 2000.

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