Choreographische Kreationen, in denen das künstlerische Konzept im Vordergrund steht, ohne dass auf der Bühne im herkömmlichen Sinn getanzt wird, bezeichnet man seit einigen Jahren u. a. als ‚Konzepttanz’ oder ‚Non Dance’. Dieses junge Genre erscheint denn auch den einen als „das Ende von Tanzkunst“ (Schmidt 428) schlechthin, den anderen als Inbegriff des Zeitgenössischen. Dabei sind auch die Begriffe ‚Konzepttanz’ oder ‚Non Dance’ höchst umstritten. Was ist mit dem jeweiligen Begriff und dem, was er bezeichnet, gemeint? Wer verwendet ihn wie und in welchem ästhetischen bzw. theoretischen Sinne? Anhand von theoretischen Texten zum Thema sowie an ausgewählten Beispielen (etwa Kreationen von Jérôme Bel, Xavier Le Roy, Meg Stuart, Simone Aughterlony usw.) sowie – je nach Angebot – aktuellen Aufführungen sollen Konzepte des Konzepttanzes erfasst, überprüft, diskutiert und hinterfragt werden.
Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn der Veranstaltung bereitstehen.
Lektürevorschläge zur Vorbereitung:
Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!