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Institut für Theaterwissenschaft

Theatertheorie

Das Theater von Forced Entertainment

Veranstaltungsdaten: 
Montag 14-16 (Beginn: 1.10.2007, Ende: 17.12.2007) 2 SWS, 5/6 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort: Hallerstrasse 12, HS 002.
Beschreibung: 

Die britische Theatergruppe Forced Entertainment gehört seit nunmehr zwanzig Jahren zum festen Bestandteil der experimentellen europäischen Theaterszene. Das Spektrum ihrer mal visuell überbordenden, mal streng reduzierten Produktionen reicht dabei von zweistündigen Bühnenstücken bis hin zu sechsstündigen Performances. Dabei hat die Gruppe um den Regisseur Tim Etchells eine Reihe von Arbeitstechniken und -methoden entwickelt, die es ihr erlauben, ihr gefundenes Material zu organisieren und zu strukturieren. Das Proseminar will einen Einblick in die Arbeitsweise und das reiche Schaffen von Forced Entertainment geben. Zu diesem Zweck werden drei ausgewählte Inszenierungen visioniert, analysiert und, so vorhanden, mit den Textvorlagen verglichen. Dabei werden Fragen nach der Haltung der Schauspieler ebenso gestellt wie Fragen nach dem dramaturgischen Aufbau der Stücke.

Literatur: 
  • Etchells, Tim: Certain Fragments. Contemporary Performance and Forced Entertainment. London 2001.
  • Helmer, Judith / Malzacher, Florian (Hg.): „Not Even a Game Anymore“. Das Theater von Forced Entertainment. Berlin 2004.

Einführung in die Theaterwissenschaft

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 14-16 (Beginn: 2.10.2006, Ende: 18.12.2007), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort: Hauptgebäude, HS 205.
Beschreibung: 

Diese Vorlesung zu Grundfragen der Theaterwissenschaft ergänzt den Grundkurs „Theater zwischen Prozess und Werk“. Sie wendet sich an die Studierenden der ersten Semester der Bachelor-Stufe. Der einführende Charakter wird dadurch betont, dass sich die verschiedenen Veranstaltungen – die Lektüre unterstützend – den Kapiteln des Buches „Theaterwissenschaft. Eine Einführung“ widmen. Behandelt werden die Entstehung szenischer Vorgänge, Theaterbegriffe, deren Grenzen, Schauspieltheorien, Dramaturgiekonzepte, Fragen nach den Ursprüngen von Theater, Unterschiede zwischen Theater und audiovisuellen Medien sowie Theatralitätskonzepte. Die Veranstaltungen gehen jedoch deutlich über den Buchtext hinaus, indem jeweils divergierende Auffassungen anderer Autorinnen und Autoren erörtert werden. Ausserdem werden die Studierenden einbezogen, indem sie jeweils eine Woche im voraus Fragen einreichen können, die in den Vorlesungstext oder ins Gespräch einfliessen. Die Vorlesung enthält dialogisch-seminaristische Abschnitte. Weiterführende Literatur ist in jedem Kapitel in den Fussnoten sowie am Ende des Buches angegeben und findet sich zudem in der Übersicht „empfohlene Literatur“ des ITW.

Literatur: 
  • Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung (UTB). Köln 2005.
  • Lazarowicz, Klaus / Balme, Christopher (Hg.): Texte zur Theorie des Theaters. Stuttgart 1991.
  • Klier, Helmar (Hg.): Theaterwissenschaft im deutschsprachigen Raum. Texte zum Selbstverständnis. Darmstadt 1981.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 23. September 2007!

Zum Präsenzbegriff im zeitgenössischen Tanz und Theater

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 10-12 (Beginn: 2.10.2007, Ende 18.12.2007), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte (für Studierende Ba, Ma und Liz), Ort: Hauptgebäude, HS 101.
Beschreibung: 

Seit der performativen Wende in der Theaterwissenschaft Mitte der 1990er Jahre wird die Aufführung nicht mehr in erster Linie als lesbarer Zeichenzusammenhang verstanden, sondern als lebendiger Interaktionszusammenhang, der im Hier und Jetzt der Theatersituation eine eigene Wirklichkeit hervorbringt. Dabei avanciert der Begriff der „Präsenz“ zum Leitbegriff theaterwissenschaftlichen Denkens. Die Vorlesung wird den (historischen) Verzweigungen des Präsenzbegriffs in der Ästhetik der klassischen Moderne nachgehen. Es werden verschiedene Ansätze, Präsenz im Zusammenhang mit Kunst und Theater zu denken (Paul Valéry, Eugenio Barba, Peter Brook), diskutiert, kritisiert und an verschiedenen Inszenierungsbeispielen anschaulich gemacht werden.

Literatur: 
  • Fischer-Lichte, Erika: Ästhetik des Performativen. Frankfurt a.M. 2004.
  • Phelan, Peggy: Unmarked. The Politics of Performance. London 1993. (Kapitel 7)
  • Siegmund, Gerald: Abwesenheit. Eine performative Ästhetik des Tanzes. Bielefeld 2006. (Kaptitel II)
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 23. September 2007!

Pro*Doc “Intermediale Ästhetik. Spiel - Ritual – Performanz”

Keywords: Media theory and intermedial aesthetics, postdramatic theatricality and performance, play within the play, myth and ritual poetics, representation and staging, role behaviour

Abstract: „Intermedialität“ ist einer der wegweisenden Leitbegriffe der postmodernen Gesellschaft und Kultur.

Ein Schiff in hohem Seegang

Christoph Marthaler und die Bewegung am Zürcher Schauspielhaus

Christina Thurner: Ein Schiff in hohem Seegang: Christoph Marthaler und die Bewegung am Zürcher Schauspielhaus. Zus. mit Jörg Wiesel. In: Tanzdrama 59. Heft 4. 2001, S. 13-15.

Theater als Gedächtnis

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 14-16 (Beginn: 20.03.2007, Ende: 19.06.2007), 2 SWS, 6/7 Kreditpunkte (für Studierende Ma und Liz)
Beschreibung: 

Theater gilt landläufig als die Kunstform der Gegenwart schlechthin. Nur im Hier und Jetzt der Aufführungssituation ist der ästhetische Gegenstand Theater gegeben. Nur im lebendigen Zusammenkommen von Zuschauern und Akteuren entfaltet Theater seine Wirkungspotentiale. Von Theater als einer Form des Gedächtnisses zu sprechen, mutet daher zunächst paradox an. Das Seminar untersucht anhand von ausgewählten Inszenierungen (gedacht sind an: Klaus Michael Grüber, Rimini Protokoll, Barbara Weber) und Texten Formen des kulturellen und des subjektiven Gedächtnisses im Theater.

Literatur: 
  • Assmann, Aleida u. Harth, Dietrich (Hg.), Mnemosyne: Formen und Funktionen der kulturellen Erinnerung, Frankfurt a. M. 1993.
  • Halbwachs, Maurice, Das kollektive Gedächtnis, Frankfurt a. M. 1985.
  • Siegmund, Gerald, „Theater als Gedächtnis“, in: Theaterschrift 8. Das Gedächtnis, Brüssel 1994.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 15. März 2007!

System vs. Organismus – Theaterstrukturen in der Schweiz

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 10-12 (Beginn: 22.03.2007, Ende: 21.06.2007), 2 SWS, 6/7 Kreditpunkte (für Studierende Ma und Liz/HS)
Beschreibung: 

Das Seminar findet im Rahmen von STEP (Project on European Theatre Systems) und dessen Teilprojekt „Das Theater der Schweiz“ (TDS) statt, worüber auf der Homepage des ITW ausführlich informiert wird. Das internationale Forschungsprojekt, an dem gegenwärtig sieben kleinere Länder Europas beteiligt sind, hat zum Ziel, die Theaterorganisation und die Theaterlandschaften der beteiligten Länder zu untersuchen, um Vergleiche anzustellen: Was können diese Länder voneinander lernen? Im Projekt TDS wird die schweizerische Theaterlandschaft seit 1975 bis in die Gegenwart erforscht. Die Bestandesaufnahme dient der Offenlegung des Beziehungsreichtums im Schweizer Theater. Verschiedene Themengebiete (Website: Vorschläge für studentische Arbeiten innerhalb des Projekts STEP) werden exemplarisch untersucht und miteinander vernetzt. Die grossen Stadttheater vereinigen pro Jahr weniger Theaterbesuche auf sich als gesamthaft die übrigen Theaterveranstaltungen. Deshalb lässt sich die Funktion von Theater in der Gesellschaft nur vom Gesamtangebot an Theaterformen (z.B. Stadttheater, Freie Gruppen, Amateurtheater) her erschliessen, das durch Koexistenz, Konkurrenz und Interdependenz gekennzeichnet ist. Neben den Theaterereignissen selbst treten auch die Finanzen, Organisationsformen, das Publikumsverhalten und das Theaterverständnis der Öffentlichkeit ins Blickfeld. Das Seminar soll deduktive und induktive Methoden studentischer Forschung erproben sowie die Fähigkeiten entwickeln, einerseits Einzelerscheinungen zu analysieren und andererseits Zusammenhänge zu erfassen und darzustellen. In den ersten Veranstaltungen ermitteln die Teilnehmenden nach der Liste der „Vorschläge“ die Gegenstände ihrer Forschung und bilden entsprechende Gruppen, die dann periodisch über ihre Ergebnisse berichten.

Literatur: 
  • Rüegg, Katharina, Selbstinszenierung. Öffentlichkeitsarbeit an vier Theatern der Schweiz (Materialien des ITW Bern, Heft 3), Basel 1995.
  • Szene Schweiz / Scène Suisse / Scena Svizzera / Scena Svizra. Eine Dokumentation des Theaterlebens in der Schweiz, hrsg. von der SGTK, Nr. 1 - 1973 bis Nr. 18 - 1990/91, Bern, Bonstetten, Willisau 1973 bis 1991, weitergeführt ab 1993. [Enthält Spielzeit-Repertorien der wichtigsten Schweizer Theater sowie ab Nr. 8 - 1980/81 die Bibliographie zum Schweizer Theater]
  • Kotte, Andreas (Hg.), Theaterlexikon der Schweiz, 3 Bde., Zürich 2005.
  • Maurer, Roland, Die Schweizer Theaterszene, hg. von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Zürich 1983.
  • Schläpfer, Beat, Sprechtheater in der Schweiz, hg. von der Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia, Zürich 1992.
  • Van Maanen, Hans, Wilmer, Steve (Hg.), Theatre Worlds in Motion. Structures, Politics, and Developments in the Countries of Western Europe, Amsterdam 1992.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 15. März 2007!

Von Monstren und Gespenstern. Zu einer Theorie des Theaters

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 10-12 (Beginn: 20.03.2007, Ende: 19.06.2007), 2 SWS, 3 Kreditpunkte (für Studierende Ba, Ma und Liz)
Beschreibung: 

Monstren und Gespenster haben zurzeit auf den Theaterbühnen Konjunktur. William Forsythe, Meg Stuart oder die Gruppe Alias verwenden das Monster und den monströsen Körper als Denkfigur, um über Tanz und Theater nachzudenken. Die Vorlesung versucht den historischen Verzweigungen der beiden Figuren in Bezug auf das Theater und die Herausbildung des bürgerlichen Illusionstheaters nachzugehen. Das Monster und das Gespenst markieren in ihren verschiedenen Ausprägungen Grenzbereiche des Darstellbaren und damit des Theaters, gegen die sich die jeweilige Theaterform abgegrenzt und definiert hat ohne sie jedoch gänzlich ausschliessen zu können. Als Wiedergänger berühren sie Grundkategorien des Theatralen.

Literatur: 
  • Canguilhem, Georges, „La monstruosité et le monstrueux“, in: ders., La connaissance de la vie, Paris 1965, S. 171-184.
  • Freud, Sigmund, „Das Unheimliche“, in: Studienausgabe Band IV. Psychologische Schriften, Frankfurt a. M. 1982, S. 241-274.
  • Lehmann, Hans-Thies, „Gespensterkunden“, in: Merkur Jg. 48 (549) Heft 12, 1994, S. 1101-1107.
  • Siegmund, Gerald „Von Monstren und anderen Obszönitäten“, in: * Erika Fischer-Lichte et al. (Hg.), Transformationen. Theater der Neunziger Jahre, Berlin 1999, S. 121-132.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 15. März 2007!

Allgemeine Themen für studentische Arbeiten

Theatergeschichte (allgemein)

  • Das schweizerische Theaterverbot von 1799
  • Zur Theatergeschichte Berns (zahlreiche Themen)
  • Zur Geschichte der Theaterwissenschaft in der Schweiz – Oskar Eberle u.a. (Ein Projekt Wien – Leipzig – Bern)
  • Die Geschichte des Zürcher Theater Spektakels im Kontext der Wandlung von Festivalverständnis und -politik
  • Auswertung und Durchsicht der französischen Zeitschrift "La petite Illustration (Théâtrale)" von 1914 - 1939 (am ITW vorhanden)

Theatertheorie

  • Die Spieltheorie von Roger Caillois – ihre Anwendbarkeit in der Theatertheorie
  • Die Wirkung von Spiegelneuronen – eine neue Sicht auf die Ko-Präsenz?

Kontakt: Prof. Dr. Andreas Kotte

Anfrage / Themenvorschläge der Arbeitsstelle für Treppenforschung

  • Die Rolle der Treppen im Theaterbau
  • Treppe und Tanz

Informationen: www.scalalogie.de

Die Suche nach der Mitte

Gibt es einen gemeinsamen Nenner für Theatertheorien?

Andreas Kotte: Die Suche nach der Mitte: Gibt es einen gemeinsamen Nenner für Theatertheorien?. In: LAG-Materialien 39/40, hrsg. von Hans-Wolfgang Nickel. Berlin 1999, S. 81–88.

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