Nach dem Titel von Inhalten suchen.

Sollte der Inhalt nicht gefunden werden können, kann auch die Erweiterte Suche verwendet werden.

Institut für Theaterwissenschaft

Dramaturgie

Shakespeare heute

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 12-14 (Beginn: 17.02.2009, Ende: 26.05.2009), 2 SWS, 5 ECTS-Punkte. Ort: Uni-S, Seminarraum A 301.
Beschreibung: 

Nachdem erst jüngst der Fernsehsender ARTE in einer den zahllosen Talentshows nachempfundenen Fernsehsendungen William Shakespeare zum „King of Drama“ gewählt hat, scheint die Omnipräsenz des Elisabethaners in allen kulturellen Sphären von der Hoch- bis zur Populärkultur kaum noch hinterfragbar. Tatsächlich offenbart auch ein Blick auf die Spielplanstatistik, dass Shakespeare wie kein anderer Autor eine (be)ständige Präsenz im internationalen Kulturleben entfaltet. Im Zentrum des Seminar steht aber nicht die Beschäftigung mit dem ‚Ewig-Gültigen’ eines kanonischen Werkes, sondern vielmehr die Suche nach Shakespeares Zeitgenossenschaft. Denn die Präsenz auf dem Theater der Gegenwart ist nicht als ‚Heiligenverehrung’ oder ‚performative Denkmalspflege’ abzutun. Vielmehr zeigt sich, dass Regisseure aller ästhetischen Programmatiken und Theaterensembles aller Spielarten die Auseinandersetzung mit den Shakespeare’schen Texten als konstitutiven Bestandteil ihrer künstlerischen Arbeit begreifen. In diesem Sinne ist der Titel „Shakespeare heute“ als eine Suchformel zu begreifen, die die Arbeit im Seminar als roter Faden begleiten soll. Dabei wird immer wieder auch die Frage zu diskutieren sein, inwiefern die spezifische historische Prägung der Texte durch ein Theater, das so sehr vom Kontakt zu seinem Publikum, der szenischen Präsenz der Schauspieler und einer vielschichtigen Narration seiner Produktionen lebte, auch für eine gegenwärtige Auseinandersetzung ein besonderes Potenzial bereit hält.

Literatur: 
  • Greenblatt, Stephen: Shakespearean Negotiations. The Circulation of Social Energy in Renaissance England. The New Historicism. 4. Berkeley/ Los Angeles 1988. S. 1-20.
  • Kott, Jan: Shakespeare heute. Erweiterte Neuausgabe [1965]. Berlin 1989.
  • Worthen, W. B.: Shakespeare and the Force of Modern Performance. Cambridge 2003. S. 1-27.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 15. Februar 2009!

Szenische Vorgänge beschreiben und strukturieren

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 16-18 (Beginn: 21.02.2008, Ende: 29.05.2008), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort: vonRoll 005/006, Fabrikstr. 2E.
Beschreibung: 

Die Übung kann nur zusammen mit dem Grundkurs „Grundbegriffe Dramenanalyse und Produktionsdramaturgie“ (S6144) besucht werden. In der Übung werden Inszenierungen der im Grundkurs analysierten Dramen in Videoaufnahmen gezeigt und verglichen. Zudem wird das Beschreiben und Strukturieren szenischer Vorgänge anhand praxisorientierter Fragestellungen geschult. Der Besuch der Übung im Anschluss an den Grundkurs ist obligatorisch und kann nicht in einem anderen Semester vor- bzw. nachgeholt werden. Bewertung: Grundkursklausur.

Hinweise: 

Anmeldung für Grundkurs und Übung im ePUB/ePhi bis am 17. Februar 2008!

Grundbegriffe Dramenanalyse und Produktionsdramaturgie

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 14-16 (Beginn: 21.02.2008, Ende: 29.05.2008), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort: vonRoll 005/006, Fabrikstr. 2E.
Beschreibung: 

Der Grundkurs kann nur zusammen mit der Übung „Szenische Vorgänge beschreiben und strukturieren“ (S6145) besucht werden. Ausgehend von Aristoteles' „Poetik“ und Brechts „Organon für das Theater“ werden in der Veranstaltung dramaturgische Grundbegriffe problematisiert und in text- sowie produktionsdramaturgischen Fragestellungen erprobt. Als Beispiele dienen Sophokles' „Oedipus rex“, Molières „Le Malade imaginaire“ und Büchners „Woyzeck“, die während des Semesters auch in verschiedenen Bearbeitungen und Inszenierungen anhand von Videoaufzeichnungen thematisiert werden. Als Vorbereitung auf den Kurs wird die Lektüre von Aristoteles „Poetik“ und Sophokles „Oedipus rex“ erwartet. Die folgenden Textausgaben, die anzuschaffen sind, dienen als Grundlage: Aristoteles: Poetik. Griechisch/Deutsch, hg. und übersetzt von Manfred Fuhrmann, (Reclams UB; 7828) Stuttgart 1982. Dramaturgie-Kapitel in: Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung. (UTB ; 2665) Köln 2005, S. 202-222.

Literatur: 
  • Sophokles: König Ödipus. Tragödie. Übersetzt von Kurt Steinmann, (Reclams UB ; 630) Stuttgart 1986.
  • Molière: Le Malade imaginaire/Der eingebildete Kranke. Französisch/Deutsch, übersetzt von Doris Distelmaier-Haas, (Reclams UB ; 7697). Stuttgart 1986.
  • Büchner, Georg: Woyzeck. Studienausgabe. Hg. von Burghard Dedner und Thomas Mayer, (Reclams UB ; 18007). Stuttgart 1999.
Hinweise: 

Anmeldung für Grundkurs und Übung im ePUB/ePhi bis am 17. Februar 2008!

Einführung in Dramaturgie und Aufführungsanalyse

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 10-12 (Beginn: 21.02.2008, Ende: 29.05.2008), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort: Hauptgebäude, HS 205.
Beschreibung: 

Die Vorlesung zu Grundfragen der Dramaturgie und der Aufführungsanalyse ergänzt den Grundkurs „Grundbegriffe der Text- und Produktionsdramaturgie“. Sie wendet sich an die Studierenden der ersten Semester der Bachelor-Stufe. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die wichtigsten Ansätze zur Aufführungsanalyse führt in die Grundbegriffe der Dramaturgie ein. Aufführungsanalyse gilt seit Max Herrmann als Herzstück der Theaterwissenschaft, deren Gegenstand nicht in erster Linie der dramatische Text, sondern die lebendige Aufführung ist. Aufführungsanalyse stellt Begriffe zur Analyse und Beschreibung von Theaterereignissen bereit. Ihren Gegenstand betrachtet sie dabei als strukturierten Zeichenzusammenhang, mithin als Text. Im Gegensatz dazu geht es der Dramaturgie um die Entwicklung zukünftiger Theaterereignisse. Sie kann sich sowohl auf den dramatischen Text als auch auf den Aufführungstext und dessen Produktion beziehen. Die Leistungen, die im Zusammenhang mit der Vorlesung erbracht werden, werden innerhalb der Grundkursklausur bewertet.

Literatur: 
  • Hiss, Guido: „Zur Aufführungsanalyse“. In: Möhrmann, Renate (Hg.): Theaterwissenschaft heute. Berlin 1990, S. 65-80.
  • Fischer-Lichte, Erika: Semiotik des Theaters, Bd. 3. Tübingen 1983.
  • Lehmann, Hans-Thies: „Die Inszenierung: Probleme ihrer Analyse“. In: Zeitschrift für Semiotik, Bd.11, Heft 1. Tübingen 1989, S. 29-49.
Hinweise: 

werden innerhalb der Grundkursklausur bewertet. Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 17. Februar 2008!

Von Hair bis Dogville – intermediale dramaturgische Partituren

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 10-12 (Beginn: 21.02.2008, Ende: 29.05.2008), 2 SWS, 6/7 ECTS-Punkte (für Studierende Ma und Liz/HS), Ort: Hallerstr. 12, HS 002.
Beschreibung: 

Dieses Seminar widmet sich der Untersuchung von szenischen Vorgängen im Film. Da Theater und Film seit mehr als 100 Jahren in gegenseitig stimulierender Weise miteinander verbunden sind und sich im Kino in letzter Zeit eine regelrechte Renaissance der Theatralisierung beobachten lässt – wohl simultan zu einer Re-Theatralisierung filmischer Stoffe auf der Bühne, eröffnet sich auf phänomenologischer Ebene ein riesiges Forschungsfeld. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie viel Theater in den Produkten des Genres „Theaterfilm“ (Filme, die sich durch Aspekte von Theater auszeichnen) steckt und auf welche Weise es sich analysieren lässt. Helfen dabei die Unterscheidung von Präsentationsmodi, die Erstellung dramaturgischer Partituren, die so genannte „dichte Beschreibung“, die Sequenzanalyse oder andere Verfahren weiter? Im Mittelpunkt des Seminars zur intermedialen Dramaturgie stehen Filme wie Hair (1979), Dogville (2003), Baal (2003), die die Auseinandersetzung mit Theaterdramaturgie im Film auf besondere Weise anregen. Das Seminar will erkunden, welche Analysemethode, welche Sicht auf den Gegenstand, zu welchen Ergebnissen führt.

Literatur: 
  • Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung (UTB). Köln 2005. (Kapitel 5 und 7)
  • Kotte, Andreas (Hg.): Theater im Kasten. Rimini Protokoll, Castorfs Video, Beuys & Schlingensief, Lars von Trier. Zürich 2007. (Darin der Beitrag von Sonja Eisl mit weiterer Literatur)
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 17. Februar 2008!

Erfolgreiches Theater?! – Exkursion zum Berliner Theatertreffen 2008

Veranstaltungsdaten: 
Exkursion: 4. Mai 2008 (Anreise) bis 10. Mai 2008 (Rückreise), Verschiebung um eine Woche noch vorbehalten! Termine für Vor- und Nachbereitungssitzungen: 1. April 2008, 8. April 2008 (Achtung Änderung), 22. April 2008, 20. Mai 2008, je 18-21, Hallerstrasse 5, SR 204. Die Teilnahme ist obligatorisch. 5/6/7 ECTS-Punkte (für Studierende Ba, Ma und Liz), Ort: Berlin / Hallerstr. 5, SR 204.
Beschreibung: 

Am Berliner Theatertreffen sind jährlich die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“ (www.berlinerfestspiele.de) zu sehen, ausgewählt von einer Kritikerjury aus rund 400 Aufführungen an deutschsprachigen Stadt- und Staatstheatern. Was kennzeichnet diese ausgewählten Inszenierungen? Welche Tendenzen des Gegenwartstheaters (Regie, Dramaturgie, Schauspieltechnik) sind erkennbar? Wo positionieren sich die Inszenierungen im Theaterorganismus eines Landes/ eines Sprachgebiets? Welche Resonanz haben die Inszenierungen in der Presse? – Neben den auf das Theatertreffen ausgerichteten Fragen steht im Zentrum der Veranstaltung die Theaterkritik. Wer schreibt? Was wird geschrieben? Wie wird geschrieben? Für wen wird geschrieben? Im Rahmen der Exkursion werden Inszenierungen des Berliner Theatertreffens und andere Aufführungen in Berliner Theatern besucht und besprochen. Einzelne Arbeitsgruppen bereiten die Theaterbesuche vor und untersuchen sie unter ausgewählten Gesichtspunkten. Gespräche mit TheaterkritikerInnen, Theaterschaffenden und TheaterwissenschaftlerInnen bilden einen zweiten Schwerpunkt der Veranstaltung. Nach Möglichkeit werden aktuelle Ausstellungen, Besuche kulturell tätiger Institutionen etc. in das Programm integriert.

Literatur: 
  • Diez, Georg: „Kunstkritik – Theater“. In: Schalkowski, Edmund: Rezension und Kritik. Konstanz 2005, S. 295-306.
  • Dressler, Roland: „Theaterkritik nach dem Ende der Aufklärung?“ In: Stuke, Franz R. (Hg.): Alles Theater? Bühne, Öffentlichkeit und die Kritik. Münster 1997, S. 192-199.
  • Hiss, Guido: Der theatralische Blick. Eine Einführung in die Aufführungsanalyse. Berlin 1993.
  • Roloff-Momin, Ulrich: „Theaterkritik – Wegweiser für Kulturpolitik?“ In: Stuke, Franz R. (Hg.): Alles Theater? Bühne, Öffentlichkeit und die Kritik. Münster 1997, S. 214-225.
  • Stauch-von Quitzow, Wolfgang: „Theater-Kritik“. In: Fischer, Heinz-Dietrich (Hg.): Kritik in Massenmedien: Objektive Kriterien oder subjektive Wertung? Köln 1983, S. 135-148.

Eine ausführliche Bibliografie wird zu einem späteren Zeitpunkt an die Teilnehmenden abgegeben.

Hinweise: 

Die Kosten der Exkursion (Bahnfahrt Basel-Berlin-Basel, öffentliche Verkehrsmittel Berlin, Übernachtung im Mehrbettzimmer mit Frühstück, Theaterkarten) betragen ca. sFr. 650.-. Nach der Exkursion können aus Staats- und Universitätsmitteln ca. sFr. 200.- rückvergütet werden. Mit der Anmeldung ist deshalb ein auf Ihr eigenes Konto lautender Einzahlungsschein einzureichen. Ohne Einzahlungsschein für die Rückvergütung ist die Anmeldung nicht gültig! Anmeldung im ePUB/ ePhi erst nach erfolgter Teilnahmebestätigung, spätestens bis 22. Februar 2008.

Termine: - Anmeldung im Sekretariat: ab sofort bis 15. Februar 2008 (ausgefülltes Anmeldeformular und auf eigenes Konto lautender Einzahlungsschein) - Die Teilnahmebestätigung erhalten Sie per Email bis 19. Februar 2008 - Anmeldung im ePUB/ ePhi nach Teilnahmebestätigung bis 22. Februar 2008 - Nach Teilnahmebestätigung überweisen Sie sFr. 650.- bis spätestens 7. März 2008

Teilnahmebedingungen: 1. Es können maximal 25 Personen an der Exkursion teilnehmen. Aus administrativen Gründen können nur Personen teilnehmen, welche bereit sind, im Kollektiv zu reisen und im Hotel Sachsenhof zu übernachten. Wenn mehr als 25 Anmeldungen vorliegen sollten, werden die Teilnehmenden nach Kriterien wie Major/Minor oder HF/NF und erstmalige Exkursionsteilnahme bestimmt. 2. Einzahlung von sFr. 650.- bis zum 7. März 2008 (Einzahlungsscheine liegen den Anmeldungsformularen bei) 3. Bereitschaft zum Besuch sämtlicher Theateraufführungen, zur Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Berlin sowie den Vor- und Nachbereitungssitzungen in Bern 4. Mündliche und schriftliche Leistungsnachweise in Einzelarbeiten, Arbeitsgruppen und Plenumsveranstaltungen. Abgabetermin schriftliche Hausarbeit bis spätestens 30. Juni 2008.

Backstage – Meet The Artist: Aktuelle Inszenierungen im Vergleich

Veranstaltungsdaten: 
Blockkurs (Termine werden noch bekannt gegeben), 5/6 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort für Sitzungen: Hallerstr. 5, SR 204.
Beschreibung: 

Nach dem Projekt im SoSe 2006 setzen wir im Sommer die Zusammenarbeit mit der Schauspielabteilung der HKB (Maren Rieger) fort. Gegenstand des Proseminars ist die Analyse und Beschreibung von beispielhaften zeitgenössischen Theaterformen, die in Bern produziert oder zu Gast sein werden. Im Dialog mit den beteiligten Theaterschaffenden und Studierenden der Schauspielabteilung der Hochschule der Künste Bern sollen verschiedene Perspektiven auf die jeweiligen Inszenierungen geworfen werden. Dabei überprüfen wir methodische Ansätze und Konzepte der Aufführungsanalyse. Gedacht ist, die Veranstaltung diesmal in zwei grösseren Blöcken, einer davon im Rahmen des Festivals „Aua wir leben“, abzuhalten. Die Termine werden rechtzeitig bekannt gegeben.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 17. Februar 2008! Um die Veranstaltung planen und durchführen zu können, ist eine Teilnehmer-beschränkung diesmal leider unumgänglich. Die ersten 15 Anmeldungen im System ephi werden berücksichtigt.

Zeitgenössisches Theater - Inszenierungen von Stücken Elfriede Jelineks

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 10-12 (Beginn: 19.02.2008, Ende: 27.05.2008), 2 SWS, 5 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort: Uni-S, SR A 301 (oder Hallerstr. 12, HS 002).
Beschreibung: 

Elfriede Jelineks Texte stellen für das Theater eine Herausforderung dar. Sie sind weder in Dialogform geschrieben noch folgen sie in ihrem Aufbau einer traditionellen handlungsorientierten Dramaturgie. Als Textflächen verweigern sie sich der Zuordnung zu einer Figur, als Montage aus fremden, bearbeiteten (Medien-)Zitaten höhlen sie die Identität der Figuren, die die Texte sprechen, aus. Dennoch erfreuen sie sich auf den Spielplänen der deutschsprachigen Theater grösster Beliebtheit. Wie geht das zeitgenössische Theater mit Jelineks Theatertexten um? Das Proseminar stellt vor allem die neuren Stücke und hier besonders die Inszenierungen von Nicolas Stemann in den Mittelpunkt. Gedacht ist zunächst an folgende drei Stücke, von denen Aufzeichnungen vorliegen: „Das Werk“, „Babel“ und „Ulrike Maria Stuart“. Weitere Inszenierungen („Über Tiere“ von Christine Gaig, „Ein Sportstück“ von Einar Schleef) werden als Gegenpositionen zum Vergleich herangezogen. Voraussetzung zur Teilnahme an dem Proseminar ist ein Interesse an der genauen Lektüre und der Analyse der Texte wie der Inszenierungen.

Literatur: 
  • Mayer, Verena / Koberg, Roland: Elfriede Jelinek. Ein Porträt. Reinbek 2007.
  • Gutjahr, Ortrud (Hg.), „Ulrike Maria Stuart“ von Elfriede Jelinek. Würzburg 2007.
  • Landes, Brigitte (Hg.): stets das Ihre. Elfriede Jelinek. Berlin 2006.
  • Jelinek, Elfriede: Bambiland. Zwei Theatertexte: Bambiland – Babel. Reinbek 2004.
  • Jelinek, Elfriede: In den Alpen. Drei Dramen. Berlin 2002.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 17. Februar 2008!

Theaterdarstellungen im Spielfilm

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 10-12 (Beginn: 27.9.2007, Ende 20.12.2007), 2 SWS, 6/7 ECTS-Punkte (für Studierende Ma und Liz/HS), Ort: Hallerstrasse 12, HS 002.
Beschreibung: 

Die großen Schauplätze der Aushandlung um das Verhältnis von Theater und Film sind die Kinodebatte um 1910 und die Filmtheorie der 1920er und 1930er Jahre, in denen das Theater als zentraler Gegenstand der Abgrenzung figuriert. Danach nimmt die Zahl der einschlägigen Schriften und Stellungnahmen deutlich ab, aber das bedeutet nicht, dass die Aushandlungen beendet wären: Sie verlagern sich vielmehr vom Schauplatz der Schrift auf die Leinwand und dauern dort bis heute an. Was an den für das Seminar ausgewählten Filmen interessiert, sind dementsprechend die Theaterkonzeptionen (und das heißt immer auch: die Filmkonzeptionen), die sie gewissermaßen 'unter der Hand' entfalten Wie orientieren sich diese Filme innerhalb der theatralen Topographie? Welche Positionen, Blickwinkel, Perspektiven nehmen sie gegenüber der Theaterarbeit und der Theateraufführung ein? Welche Schauspielkonzepte werden dabei entwickelt, unter welchen Vorzeichen wird der Theaterschauspieler dargestellt, und was hat es zu bedeuten, dass es sich meist um eine Theaterschauspielerin handelt? Ausgewählte Filme u.a.: Ernst Lubitsch, "Sein oder Nichtsein" (1942); J.L. Mankiewicz, "All About Eve" (1950); Jean Renoir, "Le carrosse d'or" (1953); John Cassavetes: "Opening Night" (1977); Francois Truffaut, "Le dernier métro" (1980), Arnaud Desplechins "Esther Kahn" (2000). Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn des Semesters bereitgestellt. Die Filme werden jeweils zwei Tage vor der Sitzung am Institut gezeigt.

Literatur: 
  • Bazin, André: „Theater und Film.“ In: Ders.: Was ist Film? Berlin 2004.
  • Klein, Thomas: Ernst und Spiel. Grenzgänge zwischen Bühne und Leben im Film. Mainz 2004.
  • Möhrmann, Renate (Hg.): Die Schauspielerin. Zur Kulturgeschichte der weiblichen Bühnenkunst. Frankfurt a.M. 2000.
  • Sontag, Susan: „Theater und Film.“ In: Dies.: Kunst und Antikunst. 24 literarische Analysen. Frankfurt a.M. 1982.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 23. September 2007!

Das Theater von Forced Entertainment

Veranstaltungsdaten: 
Montag 14-16 (Beginn: 1.10.2007, Ende: 17.12.2007) 2 SWS, 5/6 ECTS-Punkte (für Studierende Ba und Liz/GS), Ort: Hallerstrasse 12, HS 002.
Beschreibung: 

Die britische Theatergruppe Forced Entertainment gehört seit nunmehr zwanzig Jahren zum festen Bestandteil der experimentellen europäischen Theaterszene. Das Spektrum ihrer mal visuell überbordenden, mal streng reduzierten Produktionen reicht dabei von zweistündigen Bühnenstücken bis hin zu sechsstündigen Performances. Dabei hat die Gruppe um den Regisseur Tim Etchells eine Reihe von Arbeitstechniken und -methoden entwickelt, die es ihr erlauben, ihr gefundenes Material zu organisieren und zu strukturieren. Das Proseminar will einen Einblick in die Arbeitsweise und das reiche Schaffen von Forced Entertainment geben. Zu diesem Zweck werden drei ausgewählte Inszenierungen visioniert, analysiert und, so vorhanden, mit den Textvorlagen verglichen. Dabei werden Fragen nach der Haltung der Schauspieler ebenso gestellt wie Fragen nach dem dramaturgischen Aufbau der Stücke.

Literatur: 
  • Etchells, Tim: Certain Fragments. Contemporary Performance and Forced Entertainment. London 2001.
  • Helmer, Judith / Malzacher, Florian (Hg.): „Not Even a Game Anymore“. Das Theater von Forced Entertainment. Berlin 2004.

© 2006 Institut für Theaterwissenschaft, Bern | Designed by xeophin.networlds in Switzerland.