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Institut für Theaterwissenschaft

Dramaturgie

Schauspielstil und Menschenbild – Exkursion zu den Wiener Festwochen 2010

Veranstaltungsdaten: 
Exkursion: 16. Mai 2010 (Anreise) bis 22. Mai 2010 (Rückreise), Termine für Vor- und Nachbesprechungen: 19. März 2010, 7. Mai 2010 und 28. Mai 2010, jeweils 16–18 Uhr, Hallerstrasse 5, SR 204. Die Teilnahme ist obligatorisch. 5/6 ECTS-Punkte (für Ba/Ma). Ort: ITW 204.
Beschreibung: 

An den Wiener Festwochen sind jährlich ca. vierzig Schauspielproduktionen sowie zahlreiche Produktionen weiterer Sparten aus unterschiedlichen Ländern zu sehen. Im Rahmen der Exkursion werden Inszenierungen der Wiener Festwochen und ggf. andere Aufführungen an Wiener Theatern besucht und diskutiert. Die Arbeitsgruppen bereiten die Theaterbesuche vor und führen danach eine detaillierte Analyse der Inszenierungen durch, die als Grundlage für die Diskussion über die jeweilige Ästhetik sowie die (politische) Stossrichtung und die gesellschaftliche Bedeutung der Produktionen dient. Die Aufführungen werden unter besonderer Berücksichtigung des Schauspielstils untersucht: Was kennzeichnet diesen? Wo positionieren sich die Inszenierungen im Theatersystem bzw. in der Gesellschaft? Welche Resonanz haben sie in der Presse? Welche Tendenzen des Gegenwartstheaters sind erkennbar? Insbesondere sollen in den Referaten und Diskussionen zum einen die konkreten Formen und Qualitäten ostentativen Körpergebrauchs beschrieben und analysiert werden. Zum anderen stehen daran anschliessend die Prozesse der Figuration und Subjektkonstitution im Zentrum des Interesses. Das Lehrveranstaltungsprogramm in Wien wird gemeinsam mit dem Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien durchgeführt. Besuche in aktuellen Ausstellungen und kulturellen Institutionen ergänzen das Programm.

Literatur: 
  • Barba, Eugenio: The Paper Canoe. A Guide to Theatre Anthropology. London 1995.
  • Fischer-Lichte, Erika u. a. (Hg.): Verkörperung. Tübingen 2001.
  • Fischer-Lichte, Erika (Hg.): Körper-Inszenierungen. Präsenz und kultureller Wandel. Tübingen 2000.
  • Kotte, Andreas: Schauspieltheorien und -stile. In: Ders.: Theaterwissenschaft. Eine Einführung. Köln u. a. 2005, S. 169–201.
  • Lehmann, Hans-Thies: Postdramatisches Theater. Frankfurt/Main 1999.
Hinweise: 

Teilnahmebedingungen
1. Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Aus administrativen Gründen können nur Personen teilnehmen, welche bereit sind, im Kollektiv zu reisen und in der reservierten Unterkunft zu übernachten. Sollten mehr Anmeldungen vorliegen, haben Major/HF-Studierende und erstmalig an einer Exkursion des ITW Teilnehmende Vorrang. Darüber hinaus wird eine Warteliste geführt.
2. Die Kosten der Exkursion (Flug, öffentliche Verkehrsmittel, Hotelübernachtung im Mehrbettzimmer, Frühstück, Theaterkarten) betragen sFr. 750.–. Die Einzahlung muss bis zum 20. Februar 2010 erfolgen. Einzahlungsscheine für die Überweisung liegen dem Anmeldungsformular bei. Nach der Exkursion wird aus Staats- und Universitätsmitteln ein Teilbetrag von maximal 100.– rückvergütet. Mit der Anmeldung ist deshalb ein auf das eigene Konto lautender Einzahlungsschein einzureichen; ohne diesen ist die Anmeldung ungültig.
3. Nach der Teilnahmebestätigung durch das ITW ist Ihre Anmeldung verbindlich und kann nur bis zum 1. April 2010 storniert werden. Sollten Sie Ihre Anmeldung bis zum 1. April 2010 zurückziehen, wird Ihnen ein Unkostenbeitrag von 100.– in Rechnung gestellt. Bei einer späteren Abmeldung steigt der Unkostenbeitrag auf 350.–.
4. Anmeldung im ePUB/ePhi – erst nach erfolgter Teilnahmebestätigung – bis zum 15. März 2010.
5. Die Anreise bis Zürich Flughafen erfolgt individuell und auf eigene Kosten.
6. Der Besuch sämtlicher Theateraufführungen und die Teilnahme an den Lehrveranstaltungen in Wien sowie den Vor- und Nachbereitungssitzungen in Bern sind obligatorisch.
7. Mündliche und schriftliche Leistungsnachweise sind in Arbeitsgruppen sowie in Einzelarbeiten zu erbringen. Abgabe der schriftlichen Hausarbeit bis zum 15. Juli 2010.

Termine
bis 15. Januar 2010: Anmeldung im Sekretariat (ausgefülltes Anmeldeformular und auf eigenes Konto lautender Einzahlungsschein)
bis 20. Januar 2010: Teilnahmebestätigung per Email durch ITW
bis 20. Februar 2010: Einzahlung von sFr. 750.- auf ITW-PC-Konto 30-27209-8
bis 15. März 2010: Anmeldung im ePUB und ePhi
19. März 2010, 16–18 Uhr: Vorbereitungssitzung ITW, SR 204
7. Mai 2010, 16–18 Uhr: Vorbereitungssitzung ITW, SR 204
16. bis 22. Mai 2010: Exkursion zu den Wiener Festwochen
28. Mai 2010, 16–18 Uhr: Nachbereitungssitzung ITW, SR 204
bis 15. Juli 2010: Abgabe der schriftlichen Hausarbeit

Konzepttanz / Non Dance

Veranstaltungsdaten: 
Donnerstag 10-12 (Beginn: 25.02.2010, Ende: 03.06.2010), 2 SWS, 5 ECTS-Punkte. Ort: Hauptgebäude 214.
Beschreibung: 

Choreographische Kreationen, in denen das künstlerische Konzept im Vordergrund steht, ohne dass auf der Bühne im herkömmlichen Sinn getanzt wird, bezeichnet man seit einigen Jahren u. a. als ‚Konzepttanz’ oder ‚Non Dance’. Dieses junge Genre erscheint denn auch den einen als „das Ende von Tanzkunst“ (Schmidt 428) schlechthin, den anderen als Inbegriff des Zeitgenössischen. Dabei sind auch die Begriffe ‚Konzepttanz’ oder ‚Non Dance’ höchst umstritten. Was ist mit dem jeweiligen Begriff und dem, was er bezeichnet, gemeint? Wer verwendet ihn wie und in welchem ästhetischen bzw. theoretischen Sinne? Anhand von theoretischen Texten zum Thema sowie an ausgewählten Beispielen (etwa Kreationen von Jérôme Bel, Xavier Le Roy, Meg Stuart, Simone Aughterlony usw.) sowie – je nach Angebot – aktuellen Aufführungen sollen Konzepte des Konzepttanzes erfasst, überprüft, diskutiert und hinterfragt werden.

Literatur: 

Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn der Veranstaltung bereitstehen.

Lektürevorschläge zur Vorbereitung:

  • Eiermann, André: Postspektakuläres Theater. Die Alterität der Aufführung und die Entgrenzung der Künste. Bielefeld 2009.
  • Foellmer, Susanne: Am Rand der Körper. Inventuren des Unabgeschlossenen im zeitgenössischen Tanz. Bielefeld 2009.
  • Husemann, Pirkko: Choreographie als kritische Praxis. Arbeitsweisen bei Xavier Le Roy und Thomas Lehmen. Bielefeld 2009.
  • Ploebst, Helmut: no wind no word. Neue Choreographie in der Gesellschaft des Spektakels. New choreography in the society of the spectacle. 9 Portraits: Meg Stuart, Vera Mantero, Xavier Le * Roy, Benoît Lachambre, Raimund Hoghe, Emio Greco/PC, João Fiadeiro, Boris Charmatz, Jérôme Bel. München 2001.
  • Schmidt, Jochen: Tanzgeschichte des 20. Jahrhunderts in einem Band. Mit 101 Choreographenporträts. Berlin 2002.
  • Schneider, Katja: Vom Verschwinden der Tanzkunst aus der Choreographie?. In: Reininghaus, Frieder; Schneider, Katja (Hg.): Experimentelles Musik- und Tanztheater. Handbuch der Musik im 20. Jahrhundert. Bd. 7. Laaber 2004. S. 363-366.
  • Siegmund, Gerald: Abwesenheit. Eine performative Ästhetik des Tanzes. William Forsythe, Jérôme Bel, Xavier Le Roy, Meg Stuart. Bielefeld 2006.
  • Siegmund, Gerald: Konzept ohne Tanz? Nachdenken über Choreographie und Körper. In: Clavadetscher, Reto; Rosiny, Claudia (Hgg.): Zeitgenössischer Tanz. Körper – Konzepte – Kulturen. Eine Bestandsaufnahme. Bielefeld 2007. S. 44-59.
  • tanzjournal 2/2004 (Schwerpunkt zum Konzepttanz).
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!

Einführung in Dramaturgie und Aufführungsanalyse

Veranstaltungsdaten: 
Mittwoch 10-12 (Beginn: 24.02.2010, Ende: 02.06.2010), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte. Ort: Hauptgebäude 106.
Beschreibung: 

Die Vorlesung zu Grundfragen der Dramaturgie und der Aufführungsanalyse ergänzt den Grundkurs „Grundbegriffe Dramenanalyse und Produktionsdramaturgie“. Sie wendet sich an die Studierenden der ersten Semester der Bachelor-Stufe. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die wichtigsten Ansätze zur Aufführungsanalyse und führt in die Grundbegriffe der Dramaturgie ein. Aufführungsanalyse gilt seit Max Herrmann als Herzstück der Theaterwissenschaft, deren Gegenstand nicht in erster Linie der dramatische Text, sondern die lebendige Aufführung ist. Aufführungsanalyse stellt Begriffe zur Analyse und Beschreibung von Theaterereignissen bereit. Ihren Gegenstand betrachtet sie dabei als strukturierten Zeichenzusammenhang, mithin als Text. Im Gegensatz dazu geht es der Dramaturgie um die Entwicklung zukünftiger Theaterereignisse. Sie kann sich sowohl auf den dramatischen Text als auch auf den Aufführungstext und dessen Produktion beziehen. Die Leistungen, die im Zusammenhang mit der Vorlesung erbracht werden, werden innerhalb der Grundkursklausur bewertet.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!

Theaterkritik in der deutschsprachigen Schweiz seit 1945 – Cover

Theaterkritik in der deutschsprachigen Schweiz seit 1945

Materialien des ITW Bern 6

Das Buch gibt einen Überblick über die Entwicklung der Theaterkritik in der Schweiz. Besondere Berücksichtigung finden dabei Schweizer Uraufführungen. Die Tageszeitungen «Der Bund» (Bern) sowie «Tages-Anzeiger» (Zürich) werden exemplarisch betrachtet.

Grisler ou l'ambition punie – Grisler oder der bestrafte Ehrgeiz – Cover

Grisler ou l'ambition punie – Grisler oder der bestrafte Ehrgeiz

Materialien des ITW Bern 5

Ein ganz anderer, ungewohnter Tell. Samuel Henzi schrieb sein Tell-Drama "Grisler ou l'ambition punie" 1748/49 - ein halbes Jahrhundert, beovr Schiller seinen Wilhelm Tell verfasste. Henzis Stück, hier in der Übersetzung Kurt Steinmanns erstmals in deutscher Sprache (parallel zum französischen Original) veröffentlicht, ist aber nicht nur älter, sondern auch anders: dieser Tell schiesst den Apfel vom Kopf seiner Tochter, und um die wirbt kein geringerer als Grislers (Gesslers) Sohn: "Sie wissen wohl", schrieb Henzi an Bodmer, "dass die Franzosen ohne Liebesgeschichte keinem Spectacul eine einzige Minute zuschaueten." Zuschauen aber sollten sie, denn Henzi verpackte in dem Stück seine Vision von Demokratie, deretwegen die herrschenden Berner Aristokraten ihren Standesgenossen 1749 als Hochverräter enthaupten liessen. Das Stück erschien 1762 als anonymer Druck; gespielt worden ist es aber noch nie.

Candelaio. Kerzen, Gold und Sprachgelichter – Cover

Candelaio. Kerzen, Gold und Sprachgelichter

Materialien des ITW Bern 4

Komödie in fünf Akten, aus dem Italienischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Johannes Gerber

Die Komödie Candelaio von 1582 wird hier erstmals in einer vollständigen deutschen Übersetzung vorgelegt. Sie verbidnet philosophisches Denken auf vergnügliche Art mit der WElt der Commedia dell’Arte, deren Aufführungspraxis Giordano Bruno kannte. Die Wirkung von Bruno auf Molière ist nachweisbar. Der Komödie kommt im Werk des Häretikers besondere Bedeutung zu, weil sie es erlaubt, eine Beziehung zwischen nachvollziehbarem Handlungsablauf und ausgeklügelter sprachlicher Textur zu erkennen.

Selbstinszenierung – Cover

Selbstinszenierung

Materialien des ITW Bern 3

Öffentlichkeitsarbeit an vier Theatern der Schweiz

Katharina Rüegg gibt einen Überblick über die Öffentlichkeitsarbeit an vier unterschiedlichen Theatern (Theater Basel, Schauspielhaus Zürich, Theater Neumarkt Zürich, Théâtre Vidy Lausanne) und zeigt auf, wie sich Theater selbst in Szene setzen.

Theater der Region – Theater Europas – Cover

Theater der Region – Theater Europas

Materialien des ITW Bern 2

Tagungsband vom 2. Kongress der Gesellschaft für Theaterwissenschaft, durchgeführt vom 3. – 6. November 1994 am Institut für Theaterwissenschaft der Universität Bern.

Theater der Nähe – Cover

Theater der Nähe

Theatrum Helveticum 9

Vorgestellt werden Forschungsbeiträge von ehemaligen Studierenden der Theaterwissenschaft: Anne-Christine Gnekow legt die erste verlässliche Chronik des Einsiedler Welttheaters vor, Anna Beck untersucht das Laien-Wandertheater «Freie Bühne» der 20er bis 40er Jahre, Frank Gerber erörtert die Zensurbemühungen gegen das Cabaret Cornichon in der Kriegszeit und Mats Staub vergleicht Predigtgottesdienste im Fraumünster mit «Multimedia-Gottesdiensten» des ICF in Zürich.

Schweizertheater – Cover

Schweizertheater

Theatrum Helveticum 6

Drama und Bühne der Deutschschweiz

Als Vorarbeiten für eine neue Schweizer Theatergeschichte konzipiert, kann das Buch auch als Beitrag zur Mentalitäts- und Ideengeschichte der kritischen Dreissiger- und Vierzigerjahre gelesen werden. Wie nahmen das Bedürfnis nach Traditionswahrung, die Beschwörung der «Einigkeit», die Formung einer aus Geschichte und Wunschdenken zusammengesetzten schweizerischen Identität auf der Bühne Gestalt an?

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