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Institut für Theaterwissenschaft

Metzler Handbuch Drama

Erscheinungsdatum 2011

Das Drama ist ein Sonderfall der literarischen Formen, weil es der Idee nach eben nicht primär auf die literarische Rezeption, sondern auf das Theater als eigenständige Kunstform ausgerichtet ist. Dies erfordert einen wissenschaftlichen Blick, der über den poetologischen Diskurs und die textuellen Prägungen hinausweist und das Wechselverhältnis von Theater und Drama als konstitutiven Faktor der Entwicklung mitbedenkt. So gilt es einen doppelten Blick auf Theater und Drama zu suchen, der dieses Verhältnis nicht als a priori hierarchisch bedingt, sondern vielmehr als ambivalent begreift. In dieser Suchbewegeung liegt das produktive Moment einer Re-Lektüre von Gattungstheorie und –geschichte, die das Projekt dieses Handbuchs unternimmt: Gattungstheorie wird nämlich nicht mehr als ein für alle Zeiten gültiges Modell begriffen, das sich in der Antike formiert und dann mit evolutionärer Logik entfaltet, sondern als eine Folge historisch bedingter, kontingenter Modelle, die sich jeweils aus spezifischen historischen Konstellationen bilden.

Das Projekt verbindet mehr als zwanzig Autorinnen und Autoren unterschiedlicher Fachrichtungen, die sich mit jeweils unterschiedlichen Facetten des Themas auseinandersetzen.

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