„Unspielbar!“ Ist dieses Urteil über ein Theaterstück gesprochen, scheint es vorerst nicht mehr im Theater mitspielen zu dürfen. Inszenieren auf eigene Gefahr: An Goethes „Faust II“ ist schon so mancher Regisseur verzweifelt. Das Theater kümmert das apodiktische Urteil derweil wenig. Im Gegenteil, nicht selten machen Regisseure und Theatergruppen gerade von sich reden, indem sie Theatertexte auf die Bühne bringen, die als unaufführbar gelten. Das Seminar untersucht ausgewählte Stücke unterschiedlicher Epochen, die aus verschiedenen Gründen als unspielbar galten oder gelten, im Hinblick auf ihre dramaturgische Konzeption und diskutiert dabei folgende Fragestellungen:
Nach Möglichkeit werden Inszenierungen so genannter unspielbarer Stücke einbezogen und daraufhin befragt, wie sie mit den herausgearbeiteten Problemen der Inszenierbarkeit umgehen.
Zu Beginn des Semesters wird die Lektüre von Goethes „Faust. Der Tragödie zweiter Teil“ oder „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus vorausgesetzt. Die Auswahl der weiteren im Seminar diskutierten Stücke wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben.
Johann Wolfgang von Goethe: Faust. Der Tragödie zweiter Teil. In: ders.: Werke, Weimarer Ausgabe, Band 15 in zwei Teilen: Textband und Lesarten, Weimar: Böhlau 1888, Nachdruck München 1987.
Karl Kraus: Die letzten Tage der Menschheit. Tragödie in fünf Akten mit Vorspiel und Epilog, Kösel, München 1976.
Das Seminar wird von Dr. Beate Schappach und lic. phil. Maria-Elisabeth Heinzer durgeführt.
Die Veranstaltung wird den Studienbereichen Darameturgie/Aufführungsanalyse zugeteilt.
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