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Institute of Theater Studies

Selbst-Inszenierung im Performance-Theater

Veranstaltungsdaten: 
Einführung + 1. Block: Freitag 27.2., 10-13 und 14-18 Uhr; Samstag 28.2., 10-13, 2. Block: Donnerstag 7.5., 16-19 Uhr; Freitag 8.5., 10-13 und 14-18 Uhr; Samstag 9.5.2009, 10-14 Uhr, 5 ECTS-Punkte. Ort: Hallerstr. 5, SR 204 / Hallerstr. 12, HS 002.
Description: 

Selbst-Inszenierung, das Spiel mit der eigenen oder einer fiktiven Biographie, die Inszenierung nichtprofessioneller Akteure sind auffällige Charakteristika im zeitgenössischen Theater. Immer häufiger treten auf dem Theater Darsteller als Experten ihrer Selbst auf. Die eigene Biographie wird als Ausgangspunkt genommen, gezeigt wird ein Spiel zwischen Authentizität und Fiktion, zwischen autobiographischen Fakten und fiktiven Rollenzuschreibungen. Historisch lassen sich diese Formen im Kontext der Performance Art verorten. Auch hier stellen die Performer ihre spezifische Körperlichkeit aus und machen sie selbst zum Gegenstand der Darstellung. Aus Sicht der Theaterwissenschaft sind solchen Formen von besonderem Interesse, da sie eine spezifische Perspektive auf schauspielerische Darstellung in Abgrenzung zu anderen Darstellungsformen ermöglichen und somit in besonderer Weise die Problematik des Schauspiels – das ja immer ein Spiel mit Subjektmodellen ist – thematisieren und fokussieren: die Frage nach der Verfasstheit menschlicher Subjektivität. Ausgehend von der Analyse verschiedener Formen der Selbst-Inszenierung – aus der bildenden Kunst (z.B. Sophie Calle), der Performance Art (Marina Abramovic, Bruce Nauman) bis hin zu zeitgenössischen Theater (Rimini Protokoll, Forced Entertainment, Christoph Schlingensief, She She Pop) werden im Seminar verschiedene Aspekte dieser Darstellungsform – Körperlichkeit, Inszenierung von Authentizität, Medialität – untersucht und diskutiert.

Reading List: 
  • Carlson, Marvin: „Performing the Self”. In: Modern Drama 39/1996. S. 599-608.
  • Kirby, Micheal: „On Acting and Non-Acting". In: Philip B. Zarrilli: Acting (Re)Considered. London, New York: Routledge. 1995. S. 43- 58.
  • Brandstetter, Gabriele: „Selbst-Beschreibung. Performance im Bild“. In: Fischer-Lichte, Erika / Kreuder, Friedemann / Pflug, Isabel (Hg.): Theater seit den 60er Jahren. Grenzgänge der Neo-Avantgarde. Tübingen/Basel 1998. S. 92-134.
  • Simmel, Georg: „Zur Philosophie des Schauspielers“. In: ders. Fragmente und Aufsätze. Hildesheim 1967. S. 229-265.
Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 15. Februar 2009!

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