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Institute of Theater Studies

Theatergeschichte

Phänomene und Methoden

Veranstaltungsdaten: 
Montag 16-18 (Beginn: 27.09.2010, Ende: 13.12.2010), 2 SWS, 6 ECTS
Description: 

Die Veranstaltung richtet sich an Studierende in der Phase der Vorbereitung ihrer Masterarbeit im Studienprogramm Theaterwissenschaft/Tanzwissenschaft. Sie können ihre Konzepte und erste Ausschnitte vorstellen und mit den Teilnehmenden diskutieren. Da aber auch zahlreiche Doktorats-, Habilitations-, Buch- und Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert werden, erlangen die Studierenden einen breit gefächerten Einblick in Phänomene und Methoden wissenschaftlichen Arbeitens. Der Stand der grösseren Forschungsvorhaben des ITW Bern – „Berner Theatergeschichte“ sowie „Project on European Theatre Systems“ (STEP) – wird regelmässig resümiert, um Synergieeffekte in die Arbeit einfliessen lassen zu können. Ausserdem erörtern alle Beteiligten die aktuellen Entwicklungen der Theaterwissenschaft, werten theaterwissenschaftliche Kongresse aus und planen den Lehr- und Forschungsaustausch mit ausländischen Partnerinstituten.

Arbeitsfelder Theaterwissenschaft: Ältere Theatergeschichte

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 14-16 (Beginn: 28.09.2010, Ende 21.12.2010)
Description: 

Die Theatergeschichte des Mittelalters und der Frühen Neuzeit war lange Zeit eine Domäne der philologischen Disziplinen und beschränkte sich auf die Untersuchung von Spieltexten. Der theaterwissenschaftliche Ansatz reicht jedoch weit darüber hinaus, befasst sich mit einem breiten Spektrum von szenischen Vorgängen und interpretiert diese im kultur- und gesellschafts-geschichtlichen Kontext.

In Auseinandersetzung mit Aufführungszeugnissen, Spieltexten und Forschungsansätzen vertiefen wir uns in die spezifischen Arbeitsfelder der Theaterhistoriographie des Mittelalters und der Frühen Neuzeit und versuchen die vielfältigen Ausprägungen theatraler Phänomene zu beschreiben und ihre Ursprünge, Entwicklungen und Zusammenhänge zu erhellen. Anhand exemplarischer Lektüre von religiösen und weltlichen Spieltexten verschaffen wir uns Einblick in die von bürgerlichen und geistlichen Autoritäten organisierten Aufführungen und deren Situierung im städtischen und kirchlichen Festwesen. Mit Zeremonien und Ritualen religiösen, brauchtümlichen und politischen Charakters nehmen wir weitere szenische Vorgänge des städtischen Theatralitätsgefüges ins Blickfeld. Des Weiteren interessiert uns die Welt der fahrenden Spielleute, die als professionelle Unterhalter bei höfischen Festen und auf Marktplätzen auftraten und als wandlungsfähige Vermittler theatraler Traditionen fungierten.

Reading List: 

Die Themen- und Literaturliste der Veranstaltung wird zu Beginn der Semesterferien auf ILIAS veröffentlicht. Studierende können sich schon vor Semesterbeginn für Referate einschreiben.

Hinweise: 

Achtung: Terminliche Änderung: Das Ma-Seminar "Arbeitsfelder Theaterwissenschaft Ältere Theatergeschichte" findet neu jeweils am Dienstag von 14.00 - 16.00 Uhr statt.

Is Shakespeare Still Our Contemporary?

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 10-12 (Beginn: 28.09.2010, Ende: 21.12.2010), 2 SWS, 6 ECTS
Description: 

Die These von der Modernität Shakespeares, ja sogar von seiner Zeitgenossenschaft, die der aus Polen stammende Dramaturg und Literaturwissenschaftler Jan Kott 1965 so programmatisch wie wirkungsmächtig über seine berühmte Aufsatzsammlung schrieb, ist mittlerweile so oft wiederholt worden, dass sie mitunter droht, zum Klischee zu werden. Und dennoch sind seine Stücke, aber auch seine Person ein fester Bestandteil unseres kulturellen Lebens. Dabei ist die Auseinandersetzung längst dem Bühnenraum entwachsen und dominiert alle kulturellen Felder: Vom Roman über Verfilmungen, von Comics, touristischen Attraktionen bis zu Theater-inszenierungen. Allein schon die Ubiquität des Elisabethaners scheint seine Aktualität zu bezeugen.

Das Seminar versucht durch eine weitgesteckte tour d’horizon von Theaterproduktionen, literarischen Adapationen, Verfilmungen und Appropriationen der Populärkultur die Umrisse und Funktionen dieser ‚Zeitgenossenschaft’ zu befragen und näher in den Blick zu nehmen.

Das Seminar wird teilweise in englischer Sprache stattfinden!

Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn der Veranstaltung bereitstehen. Ab Juni wird es zu diesem Seminar auf Ilias eine einführende Lektüreliste geben.

Hinweise: 

Achtung Terminverschiebung: Neu von 10:00 - 12:00 statt 14:00 bis 16:00

Generation Hamlet? Hamlet-Inszenierungen seit 1945.

Veranstaltungsdaten: 
Mittwoch 10-12 (Beginn: 29.09.2010, Ende: 22.12.2010), 2 SWS, 3 ECTS
Description: 

Die historische Erfahrung des 20. Jahrhunderts, bes. nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, hat das Interesse an Hamlet als Figur – mitunter auf Kosten seines gleichnamigen Dramas – auf besondere Weise stimuliert: Die Figur eines jungen Intellektuellen, der sich, angesichts der Unübersichtlichkeit und Unordnung des historischen Augenblicks, nahezu gelähmt findet, bot und bietet zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten der Identifizierung und Auseinandersetzung für Schauspieler, Regisseure, Autoren und ihr Publikum. Die Vorlesung versucht anhand ausgewählter Beispiele die Spuren dieser Faszination bis in die jüngste Gegenwart zu verfolgen. Dabei werden Inszenierungen ebenso in Betracht gezogen wie literarische und filmische Adaptionen. Durch einen komparatistischen Blick, der nicht allein deutschsprachige Bearbeitungen berücksichtigt, wird sich ein vielschichtiges Bild einer sich zunehmend internationalisierenden Kunst-Szene ergeben.

Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn der Veranstaltung bereitstehen.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 19. September 2010!

Fragmente einer Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts – Europäische Theatergeschichte 8

Veranstaltungsdaten: 
Montag 10-12 (Beginn: 27.09.2010, Ende: 20.12.2010), 2 SWS, 3 ECTS
Description: 

Zentriert, aber nicht beschränkt auf den deutschsprachigen Raum werden in chronologischer Folge einzelne wesentliche Erscheinungen der Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts vorgestellt und kritisch kontextualisiert. Statt der Vollständigkeit eines Überblicks, in der die Besonderheiten und Konturen der Phänomene verschwinden, wird Heterogenität angestrebt. Die Verschiedenartigkeit der Schlaglichter ist Programm und soll am unterschiedlich Besonderen das Allgemeine durchschaubar machen. Exemplarisch werden etwa die „Ismen“ der Jahrhundertwende wie Naturalismus, Symbolismus, Futurismus, Expressionismus einbezogen, konfrontiert mit der russischen Theateravantgarde der 1920er Jahre. Oder das kommerzielle Theater eines Max Reinhardt steht neben dem politischen eines Erwin Piscator. Mit den Organisationsprinzipien der deutschen Reichstheaterkammer und dem Theater der Emigranten in der Schweiz werden auch ganz unterschiedliche Ebenen des Theaterwesens erörtert. Praxis und Diskurs treffen sich im Berliner Experiment Brechts. Theatererneuerer wie Jerzy Grotowski, Peter Brook und Eugenio Barba wirken bereits in einem medial geprägten Umfeld. Und in einzelnen Bereichen des Regietheaters der 1980er und 1990er Jahre prägt die Postmoderne Eigenheiten aus, die sie postdramatisch nennt.

Die Literatur zur Vorlesung findet sich in der „empfohlenen Literatur“ des ITW, wird aber auch ganz spezifisch in den einzelnen Veranstaltungen angegeben.

Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn der Veranstaltung bereitstehen.

Reading List: 

Balme, Christopher (Hg.): Das Theater von Morgen. Texte zur deutschen Theaterreform (1870-1920). Würzburg 1988.

Brauneck, Manfred: Klassiker der Schauspiel-Regie. Reinbek 1988.

Brauneck, Manfred: Theater im 20. Jahrhundert. Programmschriften, Stilperioden, Reformmodelle. Aktualisierte Neuausgabe, Reinbek 1995.

Eicher, Thomas; Panse, Barbara; Rischbieter, Henning (Hg.): Theater im „Dritten Reich“. Theaterpolitik, Spielplanstruktur, NS-Dramatik. Seelze 2000.

Fiebach, Joachim: Von Craig bis Brecht. Studien zu Künstlertheorien in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. 3. erw. u. überarb. Auflage, Berlin 1991.

Fischer-Lichte, Erika et al. (Hg.): Theater seit den 60er Jahren. Grenzgänge der Neo-Avantgarde. Tübingen, Basel 1998.

Hofmann, Jürgen: Kritisches Handbuch des Westdeutschen Theaters. Berlin 1981. Kotte, Andreas (Hg.): Theater im Kasten: Rimini Protokoll • Castorfs Video • Beuys & Schlingensief • Lars von Trier. Materialien des ITW Bern 9. Zürich 2007.

Rühle, Günther: Was soll das Theater? Theater in unserer Zeit III. Frankfurt am Main 1992.

Van Maanen, Hans; Wilmer, Steve (Hg.): Theatre Worlds in Motion. Structures, Politics, and Developments in the Countries of Western Europe. Amsterdam 1998.

Schläpfer, Beat: Sprechtheater in der Schweiz. Zürich 1999.

Wüthrich, Werner: Bertolt Brecht und die Schweiz. Zürich 2003.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 19.September 2010!

Theatergeschichte des 19. Jahrhunderts

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 10-12 (Beginn: 23.02.2010, Ende: 01.06.2010), 2 SWS, 5 ECTS-Punkte. Ort: Theatersammlung.
Description: 

Den thematischen Hintergrund dieses Ba-Seminars bildet die Vorlesung von Prof. Dr. Peter W. Marx „Das 19. Jahrhundert – Europäische Theatergeschichte 7“. Die vertiefte Auseinandersetzung mit unterschiedlichen theatralen Phänomenen erfolgt anhand der im Museum der Schweizerischen Theatersammlung (STS) vorhandenen Ausstellungsobjekte und Materialien. Ausgehend vom zeitgenössischen Theaterdiskurs beschäftigen wir uns mit verschiedenen Aspekten des Theaterwesens des 19. Jahrhunderts (Organisationsformen, Theaterbauten, Bühnenästhetik, Inszenierungsweisen, Schauspielstile etc.) und erarbeiten Konzepte und Präsentationsformen für die Erneuerung der Dauerausstellung „Theater in Gegenwart und Geschichte“ in der STS. Spannende und kreative Arbeiten mit Praxisbezug erwarten Studierende, die sich besonders für die publikumswirksame Umsetzung wissenschaftlicher Erkenntnisse interessieren.

Hinweise: 

Durchführungsort: Schweizerische Theatersammlung. Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!

Das 19. Jahrhundert – Europäische Theatergeschichte 7

Veranstaltungsdaten: 
Montag 10-12 (Beginn: 22.02.2010, Ende: 31.05.2010), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte. Ort: Hauptgebäude 114.
Description: 

Das ‚lange’ 19. Jahrhundert stellt für die Geschichtsschreibung eine besondere Herausforderung dar: Auf der einen Seite erscheint es als ein überlanger Zeitraum, der die gesamte Modernisierungsphase der europäischen Gesellschaften bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs umfasst, auf der anderen Seite handelt es sich um einen so heterogenen und widersprüchlichen Zeitraum, dass eine vereinheitlichende Periodisierung kaum möglich erscheint. Für die Theatergeschichte gilt das 19. Jahrhundert als eine Epoche der Kommerzialisierung und des Epigonentums, die vor allem als Kontrast für die Bewegungen der Moderne genutzt wird. Die Vorlesung wird versuchen, dieses Paradigma aufzubrechen, um stattdessen zu zeigen, wie das Theater Spiegel und Katalysator dieser Modernisierungsprozesse war. Gleichzeitig ist eine solche Betrachtung nur in einem komparatistischen Blickwinkel möglich.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!

Zuo der Eere Gottes, vfferbuwung dess mentschen vnd der statt Lucern lob

Theatrum Helveticum 11

Theater und szenische Vorgänge in der Stadt Luzern im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit. Historischer Abriss (Bd.1) und Quellenedition (Bd. 2)

Die Stadt Luzern gehörte im Spätmittelalter und in der Frühen Neuzeit zu den wichtigsten Zentren der Schweizer Theaterkultur. Die über 160-jährige Tradition des Luzerner Osterspiels findet selbst im internationalen Vergleich kaum ihresgleichen und die glanzvolle Aufführung von 1583 stellt «ohne Frage die höchstentwickelte Bühnenleistung in der gesamten Geschichte des mittelalterlichen deutschsprachigen Dramas dar» (Blakemore M. Evans).

Bemerkenswert ist nicht zuletzt die reiche Überlieferung dieser Tradition: eine Fülle von Texten, Bühnenrödeln, Angaben über Technik und Inszenierung, Bühnenplänen, Kostümverzeichnissen, Spielerlisten, Gesangsheften mit Noten und detaillierten Abrechnungen, gesammelt und archiviert vom Luzerner Stadtschreiber und Spielleiter Renward Cysat (1545–1614), erlaubt theatergeschichtliche Einblicke von einmaliger Tiefenschärfe.

In der vorliegenden Arbeit wird diese Dokumentensammlung, systematisch gestützt und geprüft durch andere Quellen, erstmals für eine Darstellung des gesamten Gefüges der szenischen Vorgänge und theatralen Handlungen in der Stadt herangezogen. Dies erlaubt auch die Erfassung und Beschreibung von obrigkeitlich nicht sanktionierten, verpönten oder verbotenen Spielformen wie Marktplatzspektakeln, brauchtümlichen Schaustellungen und volkskulturellen Aktivitäten aller Art.

Bertolt Brecht und die Schweiz – Cover

Bertolt Brecht und die Schweiz

Theatrum Helveticum 10

Werner Wüthrich, Schriftsteller und Theaterautor, gibt in seiner umfangreichen Monographie einen Überblick über die Bezüge Brechts und seines Werkes zur Schweiz. Er berichtet von neuen Funden und Entdeckungen, die fraglos in die Theatergeschichte des 20. Jahrhunderts eingehen werden.

Wo immer der Stückeschreiber aus Deutschland hinkam, war er unbequem und hat polarisiert. Das Verhältnis Brechts zum Exilland Schweiz erinnert an den sprichwörtlichen Elefanten im Porzellanladen. Die offizielle Schweiz fürchtete sich vor dem unbequemen Mann, was hier zum ersten Mal genauer erforscht und dokumentiert wird.

Die Untersuchung zeigt einige handfeste Theaterskandale auf, aber auch den weiten Weg vom Skandalautor und Ärgernis zum modernen Klassiker. Trotz polizeilicher Überwachung, trotz mehrerer Boykotte und Skandale kann kein anderes Land so viele und so wichtige Brecht-Uraufführungen verzeichnen wie die Schweiz.

Brecht und die Schweiz – das ist eine der spannendsten Etappen der neueren Theatergeschichte, mit vielen Missverständnissen und überraschenden Wendungen. Eines scheint unbestreitbar: Bertolt Brecht bescherte der Schweiz, ihren Theatern, ihren Verlagen und ihren Kulturen wesentliche Impulse und Höhepunkte.

Antike Theater und Masken – Cover

Antike Theater und Masken

Materialien des ITW Bern 7

Eine Reise rund um das Mittelmeer

Mit dem Projekt zum Theater der Antike wurde eine Bild-DVD erarbeitet, der die Diasammlung des Basler Theaterhistorikers Dr. Karl Gotthilf Kachler zugrunde liegt. Sie umfasst 9000 Diapositive zum antiken Theater, von welchen eine Auswahl anderen Wissenschaftsdisziplinen und einer breiteren interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wird. Die gemeinsam vom Institut für Theaterwissenschaft und der Schweizerischen Theatersammlung erstellte Bild-DVD umfasst die Themenbereiche Theaterbau (1000 Abbildungen) und antike Masken (600 Abbildungen). Einführende Texte von Sara Aebi und Regula Brunner erleichtern den Umgang mit dem Material.

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