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Institut für Theaterwissenschaft

Prof. Dr. Peter W. Marx

Gibt es ‚weibliche Regie’?

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 14-16 (Beginn: 28.09.2010, Ende: 21.12.2010), 2 SWS, 5 ECTS
Beschreibung: 

Es steht völlig außer Frage, dass es national wie international eine immer größere Gruppe von wichtigen Regisseurinnen gibt, die unser Verständnis von Theater nachdrücklich prägen. Aber gibt es auch eine Form ‚weiblicher Regie’?

Jenseits naiver, essentialistischer Stereotype versucht das Seminar in Auseinandersetzung mit künstlerischen und programmatischen Werken dieser Frage nachzugehen. Ausgangspunkt ist dabei die Einsicht, dass sich der Beschreibung von Regie (und damit der Theaterarbeit seit dem späten 19. Jh.) eine patriarchale Logik eingeschrieben hat, die hier kritisch diskutiert und einer Revision unterzogen werden soll.

Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn der Veranstaltung bereitstehen.

Hinweise: 

Achtung Terminverschiebung: Neu von 14:00 - 16:00 statt 10:00 bis 12:00

Generation Hamlet? Hamlet-Inszenierungen seit 1945.

Veranstaltungsdaten: 
Mittwoch 10-12 (Beginn: 29.09.2010, Ende: 22.12.2010), 2 SWS, 3 ECTS
Beschreibung: 

Die historische Erfahrung des 20. Jahrhunderts, bes. nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, hat das Interesse an Hamlet als Figur – mitunter auf Kosten seines gleichnamigen Dramas – auf besondere Weise stimuliert: Die Figur eines jungen Intellektuellen, der sich, angesichts der Unübersichtlichkeit und Unordnung des historischen Augenblicks, nahezu gelähmt findet, bot und bietet zahlreiche und vielfältige Möglichkeiten der Identifizierung und Auseinandersetzung für Schauspieler, Regisseure, Autoren und ihr Publikum. Die Vorlesung versucht anhand ausgewählter Beispiele die Spuren dieser Faszination bis in die jüngste Gegenwart zu verfolgen. Dabei werden Inszenierungen ebenso in Betracht gezogen wie literarische und filmische Adaptionen. Durch einen komparatistischen Blick, der nicht allein deutschsprachige Bearbeitungen berücksichtigt, wird sich ein vielschichtiges Bild einer sich zunehmend internationalisierenden Kunst-Szene ergeben.

Ein Ordner mit ausgewählten Texten wird zu Beginn der Veranstaltung bereitstehen.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 19. September 2010!

Grundbegriffe Dramenanalyse und Produktionsdramaturgie

Veranstaltungsdaten: 
Mittwoch 14-16 (Beginn: 24.02.2010, Ende: 02.06.2010), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte. Ort: Hauptgebäude, SR 114.
Beschreibung: 

"Ein Schönes ist, was Anfang, Mitte und Ende hat“ stellt Aristoteles in seiner Poetik fest und gibt damit eine entscheidende Direktive für jede Art von dramatischem Text. Gilt dieses Diktum immer noch? Was macht Gustav Freytag daraus? Wie wehrt sich Brecht dagegen? Was halten René Pollesch und andere zeitgenössische Theatermacher davon? Ausgehend von Aristoteles' Poetik widmet sich die Veranstaltung der Erarbeitung dramaturgischer Grundbegriffe. Anhand ausgewählter Dramen und Aufführungen werden narrative Strukturen und Funktionen hinterfragt und die praktische Umsetzung bzw. die bühnentechnischen Implikationen dieser Texte untersucht. Als Vorbereitung auf den Kurs wird die Lektüre von Aristoteles' Poetik sowie Sophokles' Oedipus rex erwartet. Eine detaillierte Liste der zu diskutierenden Theatertexte und Aufführungen folgt in der ersten Sitzung. Folgende Ausgaben dienen als Grundlage:
* ARISTOTELES: Poetik. Griechisch/Deutsch, hg. und übersetzt von Manfred Fuhrmann. Stuttgart 1982.
* Dramaturgie-Kapitel in: Kotte, Andreas: Theaterwissenschaft. Eine Einführung. Köln 2005. S. 202-222.
* SOPHOKLES: König Ödipus. Tragödie. Übersetzt von Kurt Steinmann. Stuttgart 1986.

Hinweise: 

Der Grundkurs kann nur zusammen mit der Übung „Szenische Vorgänge beschreiben und strukturieren“ (S6143) besucht werden.
Anmeldung für Grundkurs und Übung im ePUB/ePhi bis am 22. Februar 2010!

Hamlet’s Odyssee

Hamlet’s Odyssee

Hamlet ist auch ein Stück über Mobilität und Reisen: zahlreiche Figuren (Hamlet, Horatio, Laertes, Fortinbras, die Schauspieler) sind nur auf der Durchreise nach Elsinore. Dieses Motiv lässt sich auch in der Rezeption des Stückes wieder finden und so scheint es schon symptomatisch, dass die erste urkundlich erwähnte Aufführung 1607 an Bord der Red Dragon vor Sierra Leone stattfand.

Metzler Handbuch Hamlet

Erscheinungsdatum 2011

Kaum eine Figur der europäischen Literatur hat die Fantasie und die kritische Reflexion von Künstlern, Wissenschaftlern und Lesern/ Zuschauern so sehr in ihren Bann geschlagen, wie Shakespeares Hamlet.

Metzler Handbuch Drama

Erscheinungsdatum 2011

Das Drama ist ein Sonderfall der literarischen Formen, weil es der Idee nach eben nicht primär auf die literarische Rezeption, sondern auf das Theater als eigenständige Kunstform ausgerichtet ist. Dies erfordert einen wissenschaftlichen Blick, der über den poetologischen Diskurs und die textuellen Prägungen hinausweist und das Wechselverhältnis von Theater und Drama als konstitutiven Faktor der Entwicklung mitbedenkt.

Szenische Vorgänge beschreiben und strukturieren

Veranstaltungsdaten: 
Mittwoch 16-18 (Beginn: 24.02.2010, Ende: 02.06.2010), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte
Beschreibung: 

In Ergänzung zum Grundkurs widmet sich die Übung verstärkt der Analyse von Aufführungen. Die fachkundige Analyse läßt Strukturen und Mechanismen einer Aufführung erkennen und ermöglicht solchermaßen nicht nur nicht nur einen Rückschluß auf das theatrale Ereignis sondern bildet die Voraussetzung für jede dramaturgische Arbeit. Anhand der Fragen, wie sich das Gesehene beschreiben und mit welchen theoretischen Ansätzen sich eine Aufführung am prägnantesten erfassen läßt, sollen die Studierenden an diese – für die Theaterwissenschaft zentrale Methode – herangeführt werden. Zudem stehen praxisorientierte Fragestellungen von Dramaturgie im Zentrum dieser Lehrveranstaltung. Der Besuch der Übung im Anschluss an den Grundkurs ist obligatorisch und kann nicht in einem anderen Semester vor- bzw. nachgeholt werden.

Hinweise: 

Anmeldung für Grundkurs und Übung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!
Die Übung kann nur zusammen mit dem Grundkurs „Grundbegriffe Dramenanalyse und Produktionsdramaturgie“ (S6149) besucht werden.

Global Players

Veranstaltungsdaten: 
Dienstag 14-16 (Beginn: 23.02.2010, Ende: 01.06.2010), 2 SWS, 6 ECTS-Punkte. Ort: Hauptgebäude 208.
Beschreibung: 

Obgleich die Theatergeschichte immer durch einen starken interkulturellen Austausch geprägt war, so hat sich doch im 20. Jahrhundert eine neue programmatische Dimension dieses Austauschs herausgebildet: Man kann zunehmend vom Entstehen einer ‚globalen’ Theaterkultur in dem Sinne sprechen, dass sich Akteure und Ensembles teilweise systematisch an einem internationalen Publikum, wie es etwa auf Festivals präsent ist, orientieren und die interkulturelle Dimension zum aktiven Bestandteil ihrer Kunst machen. Das Seminar will an ausgewählten Beispielen diesem Phänomen nachspüren. Das Seminar wird mit einer Exkursion zum Festival „Theater der Welt“ vom 30. Juni bis 4. Juli 2010 nach Essen/ Mülheim a.d. Ruhr verbunden sein. Die Teilnahme an der Exkursion ist nicht obligatorisch, aber nur Teilnehmer des Seminars sind für die Teilnahme an der Exkursion qualifiziert. Weitere Informationen zu dieser Exkursion wird es Anfang kommenden Jahres geben.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!

Einführung in Dramaturgie und Aufführungsanalyse

Veranstaltungsdaten: 
Mittwoch 10-12 (Beginn: 24.02.2010, Ende: 02.06.2010), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte. Ort: Hauptgebäude 106.
Beschreibung: 

Die Vorlesung zu Grundfragen der Dramaturgie und der Aufführungsanalyse ergänzt den Grundkurs „Grundbegriffe Dramenanalyse und Produktionsdramaturgie“. Sie wendet sich an die Studierenden der ersten Semester der Bachelor-Stufe. Die Vorlesung gibt einen Überblick über die wichtigsten Ansätze zur Aufführungsanalyse und führt in die Grundbegriffe der Dramaturgie ein. Aufführungsanalyse gilt seit Max Herrmann als Herzstück der Theaterwissenschaft, deren Gegenstand nicht in erster Linie der dramatische Text, sondern die lebendige Aufführung ist. Aufführungsanalyse stellt Begriffe zur Analyse und Beschreibung von Theaterereignissen bereit. Ihren Gegenstand betrachtet sie dabei als strukturierten Zeichenzusammenhang, mithin als Text. Im Gegensatz dazu geht es der Dramaturgie um die Entwicklung zukünftiger Theaterereignisse. Sie kann sich sowohl auf den dramatischen Text als auch auf den Aufführungstext und dessen Produktion beziehen. Die Leistungen, die im Zusammenhang mit der Vorlesung erbracht werden, werden innerhalb der Grundkursklausur bewertet.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!

Das 19. Jahrhundert – Europäische Theatergeschichte 7

Veranstaltungsdaten: 
Montag 10-12 (Beginn: 22.02.2010, Ende: 31.05.2010), 2 SWS, 3 ECTS-Punkte. Ort: Hauptgebäude 114.
Beschreibung: 

Das ‚lange’ 19. Jahrhundert stellt für die Geschichtsschreibung eine besondere Herausforderung dar: Auf der einen Seite erscheint es als ein überlanger Zeitraum, der die gesamte Modernisierungsphase der europäischen Gesellschaften bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs umfasst, auf der anderen Seite handelt es sich um einen so heterogenen und widersprüchlichen Zeitraum, dass eine vereinheitlichende Periodisierung kaum möglich erscheint. Für die Theatergeschichte gilt das 19. Jahrhundert als eine Epoche der Kommerzialisierung und des Epigonentums, die vor allem als Kontrast für die Bewegungen der Moderne genutzt wird. Die Vorlesung wird versuchen, dieses Paradigma aufzubrechen, um stattdessen zu zeigen, wie das Theater Spiegel und Katalysator dieser Modernisierungsprozesse war. Gleichzeitig ist eine solche Betrachtung nur in einem komparatistischen Blickwinkel möglich.

Hinweise: 

Anmeldung im ePUB/ePhi bis am 21. Februar 2010!

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